Schlaganfall

Wichtig: Jeder Schlaganfall ist ein akuter Notfall. Betroffene müssen schnellstmöglich in ein Krankenhaus mit einer speziellen Schlaganfallstation eingeliefert werden!
 

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Minderversorgung des Gehirns mit Blut. 
Die Gehirn-Zellen werden dadurch nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Dadurch können die Gehirnzellen des betroffenen Gebietes absterben des Gehirns.
Dies zieht eine Störung bestimmter Gehirn- und Nerven-Funktionen zur Folge hat, wie z.B. Sprachstörungen, Lähmungen an Arm oder Bein oder beidem, usw.
 
Man unterscheidet zwei Haupt-Ursachen der Gehirn-Minderdurchblutung: 
Die häufigste Ursache ist ein Blutgefäße, welches plötzlich„verstopft“, zum Beispiel durch Arteriosklerose oder ein verschlepptes Blutgerinnsel. Seltener ensteht der Schlaganfall durch eine Blutung im Gehirn.

Risikofaktoren: Wer ist Schlaganfall-gefährdet?

Menschen ab 60 Jahren haben ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall, aber auch junge Menschen und sogar Kinder können betroffen sein.
Risikofaktoren sind:
Arteriosklerose, hoher Blutdruck, hoher Cholesterinspiegel, Diabetes, Übergewicht, Rauchen, Einnahme der Antibabypille (insbesondere in Verbindung mit Rauchen) und ein Schlaganfall bei Verwandten ersten Grades vor dem 66. Lebensjahr. Auch bestimmte Herzerkrankungen und Thromboseneigung begünstigen einen Schlaganfall.

Symptome: Wie äußert sich ein Schlaganfall?

Je nach betroffenem Gehirnareal variieren die Symptome und der Schweregrad: 
Vom hängenden Mundwinkel, über Sprachstörungen, Sehstörungen, Lähmungen von Arm oder/und Bein bis zur absoluten Bewusstlosigkeit  kann alles an Symptomen auftreten. Typischerweise treten die Beschwerden einseitig auf. 
Dauern derartige Symptome nur kurz und bilden sich vollständig zurück, spricht man vom Schlaganfall-Vorboten TIA, der auch bei jungen Menschen einer umgehenden ärztlichen Abklärung bedarf. 

Prävention: Wie beugt man dem Schlaganfall vor?

Viele der genannten Ursachen kann man durch eine gesunde Lebens und Ernährungsweise vermindern oder sogar beseitigen. Bewegung, Reduktion des Übergewichtes sowie eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, frischem Obst und Gemüse sind wichtige Faktoren. Auch die medikamentöse Therapie der genannten Grunderkrankungen sind nötig.

Therapie: Wie wird der Schlaganfall behandelt?

Beim Schlaganfallpatienten versucht der Notarzt, Atmung, Kreislauf und Bewusstsein wieder herzustellen. 
Dazu gibt er Sauerstoff, kreislaufstabilisierende Medikamente, und stellt den Blutdruck ein. Anschliessend erfolgt der zügige Transport in die Klinik.
Dort wird dann ein Notfall-Computertomogramm (CT, Computertomographie) gemacht, um  die weitere Therapie  fest zu legen. 
Je nach Ursache muss die Blutung gestoppt oder die Gefäßverstopfung gelöst werden, dabei kommen Medikamente (Lyse) oder auch eine Operation in Frage. Sobald der Patient stabil ist, erfolgt die zügige Weiterverlegung in die neurologische Rehabilitation.

Text: schmiddesign Werbeagentur

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