Krampfanfall

Krampfanfälle entstehen durch krankhafte, plötzlich auftretende elektrische Entladung von Nervenzellen des Gehirns.
Die Ursachen sind sehr vielseitig.  
 
Ursachen:

Epilepsie, Gehirntumore, Vergiftungen, Stoffwechselstörungen, Entzündung des Gehirns und Gehirnhäute, Fieber, Cerebrale Hypoxie (Verminderte Sauerstoffversorgung im ganzem Körper), Flüssigkeitsmangel, Entzug von Alkohol, Schlaf oder Medikamenten
 
Unterscheidungsmerkmale des Krampfanfalls: 
Tonische Krämpfe (lang anhaltende Muskelreaktionen) 
Klonische Krämpfe (schnell aufeinander folgende Muskelzuckungen)

Fokale Krämpfe:


Sind meist auf einer Körperseite auf einzelne Muskeln oder Muskelgruppen beschränkt, da nur kleine Bereiche des Gehirns betroffen sind.

Generalisierte Krämpfe:

Hier sind im Gegensatz zum fokalen Krampf  große Areale des Gehirns von den abnormalen Erregungsvorgängen betroffen sind. 
Die Muskelkrämpfe breiten sich über den ganzen Körper aus, in den meisten Fällen ist auch  Bewusstsein gestört. Krampfanfälle sind oft kein Symptom für eine bestimmte Krankheit sondern eine völlig unspezifische Reaktion des Gehirns auf Störungen ganz unterschiedlicher Ursachen.

Anfänglich tritt meist eine Phase mit tonischen Krämpfen und folgenden Symptomen auf:

  • Atemstillstand
  • Zyanose
  • Unwillkürlicher Abgang von Urin und Stuhl


Im weiterem Verlauf oft klonische Krämpfe mit: 

  • Schaumaustritt aus dem Mund 
  • Sekundäre Verletzungen z.B. Zungenbiss 
  • Völlige Desorientiertheit

Als sog. Status epilepticus bezeichnet man einen Krampfanfall der länger als 15 Minuten andauert. Der Status epilepticus ist immer ein lebensbedrohlicher Zustand.

Maßnahmen: 

  • Überprüfund und Sicherung der Vitalfunktionen (nach dem Krampfereignis ggf. stabile Seitenlage) 
  • Schutz des Patienten vor Selbstverletzungen 
  • Keinen Beißkeil zwischen die Zahnreihen einbringen!! Verletzungsgefahr für Patient und Helfer!

Text: schmiddesign Werbeagentur

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