Herzinfarkt

Der Herzinfarkt oder auch Myokardinfarkt zählt zu den akuten Koronarsyndromen und ist ein akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens. Dabei handelt es sich um ein Absterben von Teilen des Herzmuskels  auf Grund einer Durchblutungsstörung, die in der Regel länger als 20 Minuten besteht, in den meisten Fällen durch Blutgerinnsel.
 
Leitsymptom des Herzinfarktes ist ein plötzlich auftretender, mehr als 20 Minuten anhaltender und meist starker Schmerz im Brustbereich, der in die Schultern, Arme, Unterkiefer oder Oberbauchausstrahlen kann. Er wird oft von Schweißausbrüchen, Übelkeit und evtl. Erbrechen begleitet. Allerdings treten bei etwa 10% aller Herzinfarkte auch nur sehr geringe oder keine Beschwerden auf, insbesondere z. B. bei Diabetikern. 
 
Im Gegensatz zum Angina Pectoris-Anfall kommt es beim Herzinfarkt immer zum kompletten Gewebsuntergang eines Teils des Herzmuskels, häufig bedingt durch Blutgerinnsel in einer arteriosklerotischveränderten Engstelle eines Herzkranzgefäßes. 
In der Akutphase eines Herzinfarktes treten sehr häufig gefährliche Rhythmusstörungen auf. 
Auch kleinere Infarkte führen nicht selten über Kammerflimmernzum Sekundenherztod, etwa 30 % aller Todesfälle beim Herzinfarkt ereignen sich vor jeder Laienhilfe oder medizinischen Therapie. 
Der Herzinfarkt ist eine der Haupttodesursachen in den Industrienationen. 
Die Inzidenz beträgt in Österreich/Deutschland ca. 300 Infarkte jährlich pro 100.000 Einwohner. Während die Akutsterblichkeit (30-Tage-Sterblichkeit) im Krankenhaus auf unter 10 % abgenommen hat, ist die Einjahressterblichkeit trotz aller Anstrengungen in den letzten 30 Jahren nahezu unverändert hoch auf ca. 50 % verblieben. 

Text: schmiddesign Werbeagentur

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