24.08.16 | Kemptener Notärzte e.V. zieht Festwochenbilanz

Weniger Einsätze, hervorragende Zusammenarbeit

Kempten – „Die Kemptener Festwoche war aus Sicht des Sanitätsdienstes sehr friedlich. Wir hatten 1101 Einsätze zu verzeichnen – das sind 133 weniger als im Vorjahr. Die Zahl alkoholbedingten Probleme hat im Vergleich zu anderen Jahren deutlich abgenommen und auch Einsätze nach Schlägereien gab es im Gegensatz zu den Vorjahren kaum“, so Bernd Fischer, Leitender Notarzt Kempten und 2. Vorsitzender der Kemptener Notärzte e.V.
Das Sicherheitskonzept sei von Seiten des Sanitätsdienstes „vollumfänglich passgenau“ gewesen, lobt er. Und auch die Zusammenarbeit aller Beteiligten im Sicherheitszentrum am Königsplatz sei „hervorragend“ gewesen.
Für den Sanitätsdienst auf der Festwoche zeichnete auch heuer wieder das Bayerische Rote Kreuz verantwortlich. Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte von der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Kemptener Notärzte e.V. Die ehrenamtlichen Helfer taten gestaffelt und mit tageszeitlich steigender Stärke von 9 Uhr früh bis 1 Uhr nachts an der Sanitätsstation neben der Markthalle Dienst. In den einsatzstärkeren Abendstunden waren bis zu 25 Helfer vor Ort. Ebenfalls abends kamen jeweils ein Notarzt des Kemptener Notärzte e.V. sowie ein Einsatzleiter Rettungsdienst hinzu. Dann wurden auch ein Rettungswagen sowie ein Krankenwagen vorgehalten. „Wie jedes Jahr mussten 50-60 Personen zur Behandlung ins Klinikum transportiert werden“, so Bernd Fischer. „Darunter waren, wie immer auch Schnittverletzungen, die genäht werden mussten.“

Das Spektrum der behandelten gesundheitlichen Probleme reichte von Herz-Kreislaufbeschwerden über Bänderverletzungen bis hin zu Insektenstichen. „Insgesamt wurden rund 700 Blasenpflaster ausgegeben.“ Erfreulicherweise habe es dieses Jahr verhältnismäßig wenige Einsätze wegen alkoholbedingter Probleme gegeben. „Das war alles im akzeptablen Rahmen. Mit dieser Thematik hatten wir früher schon wesentlich mehr Schwierigkeiten.“ Auch Schlägereien seien kaum relevant gewesen.

Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen rund 2800 Gesamteinsatzstunden. „Die Helferinnen und Helfer stellen ihre Freizeit zur Verfügung, um für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen. Derartiges Engagement kann man gar nicht genug hervorheben“, sagt Fischer. „Allen Mitwirkenden ein herzliches Vergelt´s Gott für die große Einsatzbereitschaft und tolle Zusammenarbeit!“

Der Kemptener Notärzte e.V. freut sich schon auf die Allgäuer Festwoche 2017, da der enge Kontakt zu den Einsatzkräften auch die Arbeit im gesamten sonstigen Einsatzablauf verbessert.

12.07.16 | Letzte Fortbildung vor der Sommerpause

Am 12.07.2016 fand der letzte Termin der regelmäßigen Fortbildung für den Rettungsdienst, der vom Kemptener Notärzte e.V. in Kooperation mit dem Klinikum Kempten angeboten wird, vor der Sommerpause statt. Der zweite Vereinsvorsitzende und Leitende Notarzt Bernd Fischer referierte über‚ Einsätze bei besonderen Lagen‘ und stelle in diesem Rahmen die Wichtigkeit der Zusammenarbeit aller am Einsatz beteiligten Organisationen heraus. Es wurde auch deutlich, dass die schnelle Schaffung von Strukturen und Kommunikation eine wesentliche Säule, auch beim Schutz von Einsatzkräften darstellt. Hierfür gibt es viele Beispiele in der Vergangenheit, wie das Zugunglück in Bad Aibling, aber auch die Einsätze bei Anschlägen in Paris, Brüssel oder Boston.

Desweiteren appellierte Fischer an die Einsatzkräfte am Beginn eines Einsatzes, z.B. durch kurzes Innehalten, das eigene Handeln zu planen, um Risiken und Gefahren abzuschätzen und negative Folgen weitestgehend vermeiden zu können. Dieses Vorgehen kann bei jedem Einsatz geübt werden, so daß bei größeren Schadenslagen eine automatische Umsetzung erfolgt.

Die Kemptener Notärzte und auch die Einsatzkräfte der Rettungsdienstes sowie des medizinischen Katastrophenschutzes sind wieder ein Stückchen besser ausgebildet und können entsprechende Schadenslagen gut beherrschen, auch wenn alle hoffen, dieses Wissen und Können im Allgäu nicht einsetzen zu müssen.

24. und 25.06.16 | Kemptener Notärzte auf dem Stadfest

Am 24. und 25.06.2016 fand das jährliche Stadtfest in Kempten statt.
Trotz eingeschränkter Witterung kamen wieder mehrere tausend Besucher.

Auch der Kemptener Notärzte e.V. war mit jeweils einem Notarzt in den Abend- und Nachtstunden vor Ort. Die Kollegen Forster und Wolff unterstützten den Sanitätsdienst der Johanniter ehrenamtlich an deren Unfall-Hilf-Stelle (UHS) im Bereich der Residenz.

26.05.16 | Kemptener Notärzte als Geburtshelfer

Gleich mehrere Notärztinnen und Notärzte des Kemptener Notärzte e.V. haben in den letzten Tagen zu beginnenden Geburten in private Wohnungen ausrücken müssen. Mehrfach kam es dann zu akuten Hausgeburten teilweise mit komplizierenden Umständen.

In allen Fällen gingen die Einsätze aber glücklich aus und alle Mütter und insbesondere die Kinder sind wohlbehalten in die Klinik gebracht worden und starten jetzt in eine hoffentlich gesunde Zukunft.

In solchen Situationen können die Kemptener Notärzte auf die Hilfe der Kinderärzte des Klinikum Kempten vertrauen, die auch jetzt wieder mit Intensivinkubator und persönlicher Anwesenheit eines Oberarztes an der Einsatzstelle das Rettungsteam von Kemptener Notärzten, Johannitern und Rotem Kreuz unterstützen.

Auf diesem Wege bedanken sich die Kemptener Notärzte für diesen Support - und wünschen den neuen Erdenbürger alles Gute für ihren Lebensweg.

14.03.16 | Kemptener Notärzte setzen unterbrochene Fortbildungstradition für Notärzte fort

In enger Zusammenarbeit mit dem Klinikum Kempten hat der Kemptener Notärzte e.V. im Januar diesen Jahres begonnen, wieder regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für den gesamten an der Notfallversorgung von Erkrankten oder Unfallbeteiligten Fachkreis (Notärzte, Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, etc.) anzubieten. Der Verein setzt damit eine schon seit langem bestehende Tradition fort, die im letzten Jahr unterbrochen worden war. Geplant ist aktuelle Fortbildungsthemen in regelmäßigem Rhythmus von zwei Monaten durch die beiden Teampartner anzubieten. Hohe Qualität bei der notärztlichen Versorgung ist uns wichtig!

Nach kurzer inhaltlicher und räumlicher Abstimmung fand im Januar 2016 unter der Leitung des Klinikums Kempten (Frau Chefärztin Dr. Dagmar Strauß, Ltd. Oberarzt Dr. Florian Hilger), die erste Veranstaltung mit großer Resonanz in den Räumlichkeiten des Klinikums Kempten statt.
Am 08.03.2016 zeichnete der Kemptener Notärzte e.V. erstmals für die Fortbildung (Vorsitzender Dr. Christian Fischer, Obmann Bernd Fischer) verantwortlich.  Der Veranstaltungsort blieb auch diesmal, wie während der gesamten Vortragsreihe das Klinikum Kempten. Dies wurde aufgrund der vorhandenen Infrastruktur so gewählt.
Es gelang, mit Oberfeldarzt Dr. Martin Kulla, Ltd. Oberarzt der zentralen Notaufnahme am Bundeswehrkrankenhaus Ulm zu „Reanimation bei Trauma“ einen Experten zu diesem spannenden und viel diskutierten Thema zu gewinnen.
Dr. Kulla konnte den dem Fachpublikum anhand von Leitlinien, Beispielen und vielen eigenen Erfahrungen das komplexe Thema näher bringen und das Rüstzeug für diese insgesamt sehr schwierige Einsatzsituation bereitstellen. Es war allen Notärzten im Vorhinein bewußt, daß bei schwersten Verletzungen Reanimationen leider keine hohe Erfolgsquote haben. Es zeigt sich jedoch, daß in manchen Situationen die Möglichkeit einer erfolgreichen Wiederbelebung vorhanden ist.
Um hier die optimalen Teamressourcen zu schaffen wurde die Fortbildungsreihe erneut aufgelegt.

10.02.16 | Schweres Zugunglück bei Bad Aibling

In den frühen Morgenstunden des Faschingsdienstages 2016 ereignete sich bei Bad Aibling eines der schwersten Zugunglücke der letzten Jahre. Auf der eingleisigen Strecke kollidierten zwei Personenzüge frontal. Es sind Tote viele Schwer- und Schwerverletzte und sehr viele Leichtverletzte zu beklagen. Die Kemptener Notärzte drücken ihre tiefe Anteilnahem allen Betroffenen und Hinterbliebenen aus. Gerade wir wissen, wie schnell sich Dinge ändern können.

Es ist uns ein Bedürfnis an dieser Stelle allen Helfern, Haupt- und besonders den Ehrenamtlichen aller an der Rettung, Betreuung und Behandlung beteiligten Organisationen für ihren Einsatz zu danken, die oftmals in der Folge selbst Hilfe benötigen. Aber auch denjenigen, die wöchentlich oder noch öfter für genau solche Einsätze trainieren und üben, wie in unserer eigenen Region. Ein Unglück kann leider immer und überall geschehen. Dann benötigen wir gut ausgebildete Helfer, die in so einer Extremsituation schnell zu Stelle sind, in ausreichender Anzahl. Dies kann ausschließlich durch starke ehrenamtliche Kräfte in den Rettungsorganisationen erreicht werden!

Bitte unterstützen Sie unsere Partner!

Unsere Gedanken sind momentan bei Bad Aibling. Wir Kemptener Notärzte werden uns aber weiterhin zusammen mit unseren Partner intensiv fortbilden, um alle Herausforderungen meistern zu können.

Christian Fischer, Vorsitzender
Bernd Fischer, Obmann und 2. Vorsitzender (10.02.2016)

Brand in einer Reihenhausanlage ruft zahlreiche Rettungskräfte auf den Plan

Leitender Notarzt, zwei weitere Notärzte der Kemptener Notärzte e.V. und der Notarzt Oberallgäu seit 4:00 Uhr morgens im Einsatz

Kempten • Gegen 3:50 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Allgäu ein Wohnhausbrand in Kempten St. Mang gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte war dieser bereits im Vollbrand, woraufhin ein Großaufgebot an Rettungskräften aus Kempten und dem Oberallgäuer Nachbarlandkreis alarmiert wurde. Hierunter waren auch der Leitende Notarzt Bernd Fischer sowie der Notarzt Kempten, der nachts durch der Kemptener Notärzte e.V. gestellt wird und auch ein zusätzlicher Notarzt, ebenfalls vom Kemptener Notärzte e.V.. Weiterhin eilete der Notarzt Oberallgäu zur Unterstützung.

Die sieben eingeschlossenen Personen, darunter mehrere Kinder, wurden von den Kollegen der Feuerwehr über ein Fenster im Erdgeschoss gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Auch die Bewohner der direkt benachbarten Häuser wurden aus Ihren Wohnungen von der Feuerwehr herausgeholt und am Sammelpunkt dem Rettungsdienst übergeben.

"Gerade bei solch einem Einsatz zahlen sich die zahlreichen Übungen der ehrenamtlichen Kräfte und der reibungslose Ablauf zwischen Notärzten, Rettungsdienst und Feuerwehr aus. Ein Wohnhausbrand in einem dicht bebauten Gebiet ist für alle Beteiligten Rettungskräfte eine große Herausforderung", sagt Leitender Notarzt Bernd Fischer, der seit über 30 Jahren im Rettungs- und Notarztdienst tätig ist.

Die Sanitätseinsatzleitung (Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter) sowie 35 ehrenamtliche Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Bayerischen Roten Kreuz kümmerten sich um die von den Notärzten gesichteten und untersuchten Betroffenen, wovon sechs privat Unterkunft fanden und sieben am Rettungs- und Sozialzentrum in Kempten bis 8:00 Uhr betreut wurden.

Sehr erfreulich ist, daß alle Betroffenen ohne schwere Verletzungen davon kamen und keine Krankenhauseinweisung notwendig wurde.

Kemptener Notärzte e.V. ziehen Bilanz der Allgäuer Festwoche 2015

Seit 2011 betreuen und versorgen die Mitglieder des Kemptener Notärzte e.V. im Sicherheitszentrum der "Allgäuer Festwoche" verletzte und erkrankte Besucher in den Abend- und Nachtstunden, zwischen 19:00 und 01:00 Uhr.


Zusammen mit Rettungsassistenten, Rettungssanitätern und Sanitätshelfern des Bayerischen Roten Kreuzes Kempten-Oberallgäu (BRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe Regionalverband Allgäu (JUH) wird von den durchweg erfahrenen Rettungsmedizinern die Sanitätsstation im Bereich des Sicherheitszentrums hinter dem Bierzelt betrieben.


Der Sanitätsdienst verzeichnete in diesem Jahr über 1200 Versorgungen, wobei der weitaus größte Teil als Klein- und Kleinstverletzungen zu Buche schlugen. Sehr häufig waren Blasen an den Füssen zu versorgen. Dies sind etwas erhöhte Zahlen, verglichen mit dem Vorjahr, was der heißen Witterung und mehr Insektenstichen geschuldet war.

Aber auch die Notärzte waren gefordert und mußten oft Ihre Einschätzung zu Patienten abgeben oder diese qualifiziert notärztlich versorgen, um den Transport in ein Krankenhaus zu ermöglichen. Insgesamt zeigten sich trotz der erhöhten Versorgungszahlen erfreulich stabile Anzahlen bei der Versorgung der alkoholisierten Patienten, insbesondere der Minderjährigen Besucher, etwa auf dem Vorjahresniveau.

Etabliert hat sich auch die die Teilnahme des ärztlichen Leiters, der ebenfalls von den Kemptener Notärzten gestellt wird, an den Sitzungen des „Sicherheitsstabes des Veranstalters“, dem er in medizinischen Dingen beratend zur Seite steht.


Die Kemptener Notärzte freuen sich schon auf die Allgäuer Festwoche 2016

Kemptener Notärzte e.V. goes "Allgäuer Festwoche"

schon zum zweiten Mal betreuen und versorgen die Miglieder des Kemptener Notärzte e.V. im Sicherheitszentrum der "Allgäuer Festwoche" verletzte und erkrankte Besucher in den Abend- und Nachtstunden.

Zusammen mit Rettungsassistenten, Rettungssanitätern und Sanitätshelfern des Bayerischen Roten Kreuzes Kempten-Oberallgäu (BRK) und der Johanniter-Unfall-Hilfe Regionalverband Allgäu (JUH) wird von den durchweg erfahrenen Rettungsmedizinern die Unfall-Hilfs-Stelle im Bereich des Sicherheitszentrums hinter dem Bierzelt betrieben.

Im Laufe der letzten Jahre zeigten die durchgeführte Risikoabschätzung und die Einsatzentwicklung die Notwendigkeit dieser, im letzten Jahr ins Leben gerufenen, abendlichen Präsenz eines Notarztes. Zum einen ist dann hochqualifizierte medizinische Hife direkt und sofort vor Ort möglich. Zum anderen ist der regulär vorgehaltene Notarzt durch die Grossveranstaltung weit weniger gebunden und steht der Bevölkerung in Kempten und dem Umland wie gewohnt zur Verfügung.

Auch die medizinische Leitung liegt in der Hand des Kemptener Notärzte e.v.. Bernd Fischer begrüsst den engen Schulterschluss zwischen den Rettungsorganisationen (BRK, JUH, Feuerwehr), den Sicherheitsdiensten sowie der Polizei mit sehr kurzen Wegen zum Wohle der Betroffenen. Auch bei größeren Einsätzen kann so schnell, koordiniert und qualifiziert geholfen werden.

Bernd Fischer (11.08.2012)

Bilanz des Kemptener Notärzte e.V. der "Allgäuer Festwoche 2012"

Auch in diesem Jahr unterstützten die erfahrenen Notfallmediziner des Kemptener Notärzte e.V. die Unfall-Hilfs-Stelle der beiden grossen Kemptener Hifsorganisationen im Sicherheitszentrum der "Allgäuer Festwoche" in Kempten. Zusammen mit dem Personal von Bayerischem Roten Kreuz und Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. versorgten die Notärzte weit über 500 Patienten. Häufig waren durch die Mitarbeiter des Sanitätsdienstes nur kleine Blessuren zu behandeln. Aber auch hochqualifizierte notfallmedizinische Hilfe durch Notärzte und Rettungsassistenten bei Herzinfarkt, Schlaganfall und Verletzungen war gefragt.

Insgesamt wurden 72 Patienten zur weiteren Versorgung in eine Klinik eingwiesen,so viele, wie noch nie.

Die Bilanz der Kemptener Notärzte:" Es war eine arbeitsreiche, aber keine außergewöhnliche Festwoche, wenn man die medizinische Seite betrachtet". Besonders erfreulich ist, dass das neu erstellte Konzept für den Sanitäts-und Notarztdienst bei dieser Veranstaltung, das aus der Feder eines der "Leitenden Notärzte"stammt, passgenau zu sein scheint.

Bernd Fischer (27.8.2012)

Hilfsorganisationen